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Wiener Experten schlagen Alarm.

Experten alarmiert

Partydrogen immer höher dosiert

Wiener Experten schlagen Alarm: Partydrogen wie Ecstasy und Kokain werden nach ihren Erkenntnissen wegen höherer Dosierungen und Reinheit immer gefährlicher.

Partydrogen immer höher dosiert

Jugendliche stehen auf einem Festival in Wien am Stand von «Checkit!», einem von der Stadt Wien finanzierten Projekt der Drogenhilfe und der Medizinischen Universität. © dpa-Bildfunk

WIEN. Der Bass geht durch den Magen, dazu atmosphärische Klänge – typisch für eine “Goa”-Party. Es ist kurz nach Mitternacht, die Gäste tanzen zur elektronischen Musik. Manche von ihnen, vor allem junge Frauen, tragen neonfarbene rote Punkte um die Augen. Die Schminke und Knicklichter werden an kleinen Ständen am Rande der Tanzfläche verkauft.

An einem Tisch gibt es nichts zu kaufen. Bunte Zettel liegen hier aus, darauf steht in großer Schrift “Ecstasy”, “2C-B” oder “Speed”. Der Stand gehört “Checkit!”, einem von der Stadt Wien finanzierten Projekt der Drogenhilfe und der Medizinischen Universität. Neben dem Tisch steht eine Wand, an der farbige Zettel hängen: Testergebnisse: Weiß für erwartet, Gelb für unerwartet und Rot für eine Warnung. Partygäste hatten zuvor Drogenproben abgegeben, die dann an der Universitätsklinik innerhalb kürzester Zeit –die Analyse dauert etwa 15 Minuten – geprüft wurden.

Erfahrung seit 20 Jahren

Seit 20 Jahren ist “Checkit!” in der Wiener Partyszene unterwegs. In Innsbruck gibt es ein ähnliches Projekt. Feiernde können hier ihr Kokain oder Ecstasy auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen lassen. Diese Analyse sei ein Mittel, Partygäste anzulocken, sagt Projektleiter Steve Müller. “Wir kommen so mit Menschen in Kontakt, die wir sonst nicht erreichen würden.” Wenn die Feiernden das Ergebnis abholen, entstünden fast immer längere Gespräche über die Risiken von Drogen. “Es gibt keine andere Methode, wie man so schnell in eine Reflexion übers Konsumverhalten kommt.”

Partydrogen immer höher dosiert

Die Ergebnisse analysierter Drogen hängen auf einer Party in Wien am Stand von «Checkit!»: Weiß für erwartet, Gelb für unerwartet und Rot für eine Warnung.

© dpa-Bildfunk

Die Besucher können sich bewusst für oder gegen die Rauschmittel entscheiden. Da greift das zweite Ziel: Schadensbegrenzung. Die chemische Analyse zeigt, wie hoch die Droge dosiert ist oder welche Substanzen beigemischt sind. “Das kann Leben retten”, sagt Müller.

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Author: Nilzeitung

Noch immer in aufbau das dauert noch !!!!! (,,Patience ,, )) Die Selbstzufriedenheit ist in Wahrheit das Höchste, was man erhoffen kann. !? Baruch de Spinoza (1632-1677)

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