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Ostdeutsche anfälliger für Rechtsextremismus.

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Diktaturen wirken nach Studie: Ostdeutsche anfälliger für Rechtsextremismus

18.05.17 | 14:36 ​​Uhr

In Brandenburg registrierten die Behörden im vergangen Jahr pro Einwohner schnell vier mal mehr Rechte Gewalttaten als im Bundesdurchschnitt. Eine neue Studie zeigt nun Gründe auf, warum Ostdeutsche anfälliger für fremdenfeindliches Denken sind.

 

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Um zu ergründen, warum Menschen aus bestimmten ostdeutschen Milieus offenbar anfälliger für Rechtsextremismus sind als Westdeutsche, gab die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke (SPD) eine Studie in Auftrag. Deren Ergebnisse setzten die Wissenschaftler des Göttinger Instituts für Demokratieforschung am Donnerstag nun der Presse vor.
Gleicke sagte resümierend: “Es gibt, nicht in ganz Ostdeutschland, aber in gewissen Regionen und politisch-kulturellen Umfeldern, eine historisch gewachsene Neigung zu Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Denken.” In der politischen Debatte nicht einfach beiseite gewischt werden, nur weil die Diagnose einer “ostdeutschen Besonderheit eine politisch unangehme Schwere in der öffentlichen Debatte bringt.”

Ein Seitenhieb auch auf Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD).

Er hatte einen Freund, der sich in der Bundesrepublik Deutschland befindet. “Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sind kein ostdeutsches Problem”. Deutsch: http://www.tab.fzk.de/de/projekt/zusammenf…ng/ab117.htm.

 

Rechte Demonstranten skandieren rechte Parolen (Quelle: imago)
Schwerpunkt ist rechtsextreme Kriminalität Politische Gewalt in Brandenburg steigt auf neuen Höchststand   
     
Fehlende Aufarbeitung der DDR-Geschichte

Die Forscher wollen mit ihrem Bericht diese Debatte Nonne versachlichen. Sie befragten knapp vierzig Menschen aus Freital, Heidenau und Erfurt, vornehmlich Politiker, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft, die mit dem Rechtsextremismus vor Ort konfrontiert sind.

Die Ergebnisse fassten sie in der Studie “Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland” (Link) zusammen. Darin halten sie fest, das in speziell in ostdeutschen ländlichen Regionen immer noch eine politische Kultur weitverbreitet, die das Eigene überhöht und Abwehrreflexe gegen das Fremde, Andere und Äußere kultiviere. In den DDR-Geschichte: Das Misstrauen und die Neid gegenüber dem Anderen, die systematische staatliche Diskriminierung und auch Übergriffe gegen Ausländer wurden zu DDR-Zeiten nicht thematisiert, aber auch nach der Wende nur unzureichend aufgearbeitet worden.

Auch enttäuschte ökonomische Erwartungen nach 1990 spielten dabei eine Rolle. Besonderes in Freital und Heidenau äußersten die Befragten das Gefühl, das Sie sich kollektiv benachteiligt und wie bewohner rechtsextremer Hochburger gebrandtmarkt fühlen. “Dieser Konflikt wirkt sich negativ auf die ohnehin defizitäre Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus aus”, resümieren die Studienautoren.

Ost-Beauftragte wünscht sich konkrete Schlussfolgerungen

“Ich wünsche mir, dass aus diesen Ergebnissen jetzt konkrete Schlussfolgerungen für die Stärkung der Demokratie und der Toleranz und für den aktiven Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland gezogen werden”, sagte der Ost-Beauftragte Iris Gleicke als Reaktion auf die Studie.

Die Studien-Autoren sollen nun Best-Practice-Beispiele für den regionalen Kampf gegen Rechtsextremismus in Ostdeutschland aufzeigen und darlegen, ist dabei jeweils die Erfolgsfaktoren sind.

Brandenburgs Innenminister Schröter benennt Problem klar

Brandenburger wurden bei der Untersuchung nicht befragt; hier benennt zumindest Innenminister Karl-Heinz Schöter (SPD) sterben Probleme MIT – DM Rechtsextremismus offen.“Die Angriffe gegen Flüchtlinge und Derens Unterkünfte Hatten sich 2016 sogar verdreifacht. Das Flüchtlingsthema habe Wie ein Katalysator in der Rechten Szene gewirkt, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bei der Vorstellung der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität vor rund zwei Monaten

Besonders in Frankfurt (Oder) und Cottbus nehme die rechte Gewalt bedrohlich zu, hatte zuvor ein Bericht des “Vereins Opferperspektive” gezeigt . Flüchtlinge, ausländische Studierende und politische Andersdenkende nehmen am hellichten Tag vor Supermärkten und Bahnhöfen angegriffen, dahinter stecke ein “enthemmter Vertreibungswille”.

Beim Viertligisten Energie Cottbus verbreitete “Inferno Cottbus”, eine von Neonazis und Kampfsportlern dominierte Fangruppe, durch Randale und Gewalt lange Zeit Angst und Schrecken. Polizei und Verfassungsschutz haben inzwischen den Verfolgungsdruck auf die Gruppe erhöht, auch der Verein hat sich klar distanziert.

Das Land versucht der wachsenden Fremdenfeindlichkeit auch durch mobile Beratungsteams und regionale Bündnisse für Integration und Toleranz vor Ort zu begegnen. Die finanziellen Mittel für das Handlungskonzept “Tolerantes Brandenburg” wurden im vergangen Jahr aufgestockt.

Rbb | 24 / Politik

Seit Anfang der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 ist die Zahl rechtsextrem motivierter Straftaten in Deutschland stark angestiegen – aber besonders stark in Ostdeutschland. Ein Vergleich der Kriminalstatistiken zeigt: In Berlin registrierten die Behörden im vergangen Jahr pro Kopf rund zweieinhalb mal mehr rechte Gewalttaten als im Bundesdurchschnitt. In Brandenburg schnell vier mal so viele.

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Author: Nilzeitung

Noch immer in aufbau das dauert noch !!!!! (,,Patience ,, )) Die Selbstzufriedenheit ist in Wahrheit das Höchste, was man erhoffen kann. !? Baruch de Spinoza (1632-1677)

2 thoughts on “Ostdeutsche anfälliger für Rechtsextremismus.