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Schweizer Ermittlungsbericht, dem zufolge die Firma der CIA geholfen hat, Codes zu knacken.

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Schweizer Ermittlungsbericht, dem zufolge die Firma der CIA geholfen hat, Codes zu knacken.

Dienstag, 11. Februar 2020 23:07 Uhr

Crypto AG is said to have sold code-making equipment to dozens of countries. — Reuters pic

Die Crypto AG soll Codemaschinen in Dutzende von Ländern verkauft haben. – Reuters Bild

ZÜRICH, – Die Schweiz prüft Nachrichten, wonach die US-amerikanische Geheimdienstbehörde Central Intelligence Agency und der westdeutsche Spionagedienst die Verschlüsselungstechnologie eines Schweizer Unternehmens verwendet haben, um die streng geheimen Nachrichten anderer Nationen im Geheimen zu knacken, teilte das Schweizer Verteidigungsministerium heute mit.

Das Unternehmen mit dem Namen Crypto AG verkaufte Codemaschinen an den Iran, lateinamerikanische Nationen, Indien, Pakistan und Dutzende anderer Länder. Die Technologie wurde modifiziert, um die CIA- und BND-Breakcodes zuzulassen, berichtete die Washington Post zusammen mit den deutschen und schweizerischen Sendern ZDF und SRF.

In den Berichten wird eine geheim gehaltene CIA-Geschichte angeführt, um die Vorwürfe zu untermauern, von denen einige mindestens auf das Jahr 1992 zurückgehen, als einer der Angestellten von Crypto als verdächtiger Spion neun Monate lang im Iran festgehalten wurde.

Zu dieser Zeit nannte das Unternehmen Berichte, die besagten, es handele sich um ein geheimes Gut westlicher Geheimdienste, “eine unglaubliche Verschwörungstheorie”, wie ein Bericht in der deutschen Zeitschrift Focus ausführlich ein Buch aus dem Jahr 1994 zu diesem Thema ausführte.

Nachdem die Schweizer Regierung Ende letzten Jahres über neue Forschungsergebnisse über das Unternehmen informiert worden war, ernannte sie im Januar einen ehemaligen Richter des Obersten Gerichtshofs, der die Aktivitäten von Crypto unter die Lupe nehmen sollte, “um den Sachverhalt zu untersuchen und aufzuklären”, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

“Die zur Diskussion stehenden Ereignisse stammen aus dem Jahr 1945 und sind im heutigen Kontext schwer zu rekonstruieren und zu interpretieren”, fügte er hinzu.

Richter Niklaus Oberholzer soll bis Ende Juni Bericht erstatten, danach wird das Schweizer Kabinett informiert.

In den Berichten heißt es, mindestens vier Länder – Israel, Schweden, Großbritannien und die neutrale Schweiz – hätten von der Operation „Operation Rubicon“ gewusst oder einige der dort aufgedeckten Geheimnisse kennengelernt.

Laut einem Dokument, das der CIA-Geschichte der Operation zugeschrieben wird, haben die US-Spionageagentur und ihre westdeutschen Kollegen kulturelle Unterschiede und unterschiedliche Interessen „immer wieder überwunden, um das profitabelste Geheimdienstunternehmen des Kalten Krieges zu gestalten“.

Das Unternehmen wurde 2018 liquidiert. Ein Nachfolgeunternehmen, Crypto International, das dem schwedischen Staatsbürger Andreas Linde gehört, sagte auf seiner Website, die Geschichte sei „quälend“. Das Unternehmen befand sich nun in neuem Besitz und hatte keine Verbindung zur CIA oder zur deutschen Spionageagentur.

Die Post sagte, ein anderes Nachfolgeunternehmen, CyOne Security, habe ebenfalls jegliche Beteiligung an ausländischen Geheimdiensten bestritten.

Reuters konnte CyOne Security nicht sofort erreichen. Eine E-Mail an Crypto International erhielt keine sofortige Antwort.

Quellen /Medienagenturen/- Reutes

Author: Nilzeitung

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